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Perücken im Winter - 6 Tipps für die kalte Jahreszeit

Temperaturen um den Gefrierpunkt, ein dicker Schal, ein Mantel mit hohem Kragen schön zugezogen und am besten noch eine dicke Wollmütze auf dem Kopf... Alles ganz cosy, aber für die Haarstruktur deiner Perücke nicht wirklich ein Wintermärchen. 

Diese Punkte solltest du beachten, um deine Perücke möglichst gut durch die kalte Jahreszeit zu bringen.

Tipps und Tricks um deine Perücke gut durch den Winter zu bringen

1.Luftfeuchtigkeit beachten - Deep Conditioning

Die Luftfeuchtigkeit ist ein entscheidender Faktor für das Aussehen deiner Perücke. Von einer optimalen Luftfeuchtigkeit spricht man im Bereich zwischen 40 und 60 Prozent. Im Winter ist die Luftfeuchtigkeit der kalten Luft draußen und die warme Heizungsluft drinnen häufig sehr gering. So ist beispielsweise die Luftfeuchtigkeit von kalter Winterluft bei Temperaturen von 0 Grad Celsius etwa bei 25 Prozent und damit viel zu niedrig. Die Folge davon ist neben gereizten Schleimhäuten und trockener (Kopf)Haut auch eine austrocknende Haarstruktur an deiner Perücke. Daher gilt besonders im Winter auf eine ausreichende Feuchtigkeitspflege deiner Perücke zu achten. Abhilfe kann dir hier ein reichhaltiger Conditioner, eine Haarmaske oder Haaröl schaffen, das du zusätzlich zu deiner normalen Pflege benutzen kannst. 

2.Winterkleidung - Achte auf die Materialien

Insbesondere in der kalten Jahreszeit solltest du auf die Wahl der Materialien deiner Kleidung achten. Bestenfalls solltest du auf synthetische Fasern wie Filz, Fleece, Nylon oder Kunstpelz verzichten. Diese können zu einer statischen Aufladung deiner Perücke führen. Aber auch grobe Naturfasern wie Baumwolle sind mit Vorsicht zu genießen, da diese häufig deinen Haaren Feuchtigkeit entziehen und die Haarstruktur unnötig aufreiben. Zu bevorzugen wäre beispielsweise ein Schal aus Seide. Seide ist von Natur aus bakterizid, antistatisch und schadet deiner Perücke nicht, weil sie den Haaren keine Feuchtigkeit entzieht. Natürlich ist ein Seidenschal nicht die wärmste Wahl für einen richtig kalten Wintertag, aber vielleicht eine Alternative für nicht ganz so kalte Tage.

3.Gefahrzone: Nackenbereich

Im Gegensatz zu Eigenhaar, das permanent über die Kopfhaut mit natürlichen Ölen und Nährstoffen versorgt wird, sollte man bei einer Perücke mit Pflegeprodukten die Geschmeidigkeit der Haare besonders im Nacken erhalten und fördern. Generell ist der Nackenbereich im Winter ein kritischer Bereich deiner Perücke, da hier die größte Reibung und der meiste Kontakt zur Kleidung stattfindet.  Im Winter tragen wir Winterjacken mit hohen Kragen oder unseren geliebten Wollschal. Beides sorgt jedoch durch die Bewegung für eine permanente Reibung der Haare im Nackenbereich. Diese Reibung führt wiederum dazu, dass sich zunächst kleine Knoten bilden. Zusätzlich kann abhängig von dem getragenen Material eine statische Aufladung und auch eine Austrocknung der Haare in diesem Bereich stattfinden. Diese Faktoren schädigen nach und nach die Haarstruktur im Bereich des Nackens. Ein kleiner Trick ist es, den Schal nicht innerhalb des Kragens der Jacke zu tragen, sondern ihn außerhalb, um die Kapuze/den Kragen deiner Jacke herumzulegen. So kannst du die Reibung minimieren und trotzdem einen dicken Wollschal tragen. Auch bei der Wahl der Winterjacke solltest du auf die Materialien speziell im Nackenbereich achten. 

4.Die Perücke nicht gefriertrocknen ;-)

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt passiert es schnell, dass deine nassen Haare gefriertrocknen. Das ist sehr schädlich für die Haarstruktur. Sowohl im Sommer, aber eben gerade auch im Winter solltest du deine Perücke möglichst schonend lufttrocknen. Achte hierbei auf eine gute Luftfeuchtigkeit und verzichte darauf die Haare zu Fönen. Das Trocknen der Perücke bei Raumtemperatur auf einem luftdurchlässigen Haarständer, schont die Haarstruktur in allen Jahreszeiten am meisten. Und wie bei Punkt 1 schon erklärt, wäre das Trocknen bei einer optimalen Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent, dann wirklich ein wahres Wintermärchen für deine Perücke.

5.Mehr Länge und Dichte gegen Kälte

Solltest du besonders kälteempfindlich sein und im Winter kalt am Kopf haben, könntest du dir eine "Winterperücke" zulegen. Diese sollte entweder über eine höhere Dichte oder Länge als deine Sommerperücke verfügen. Sowohl die Erhöhung der Dichte, als auch der Länge, können zu einer thermischen Isolation deines Kopfes gegen die Kälte beitragen und ein Auskühlen deines Kopfes vermeiden. Natürlich ist die Anschaffung einer zweiten Perücke in erster Linie sehr kostspielig, deshalb kannst du natürlich auch einfach eine Mütze tragen. Hier empfehlen wir dir aber unbedingt auf die Materialien zu achten, damit die Haarstruktur durch das Tragen der Mütze möglichst wenig geschädigt wird.

6.Täglich ausbürsten

Wir empfehlen dir, die Perücke auch bei sehr kleinen Knötchen immer direkt auszukämmen, um größere Knoten und damit eine Schädigung der Haarstruktur zu vermeiden. Die Perücke sollte auf keinen Fall gewaschen werden, wenn sie vorher nicht sorgfältig ausgekämmt wurde. Auch hier ist es wie bei den meisten Tipps: Es ist kein Hexenwerk, einfach immer schön bürsten Darling, immer weiter bürsten. :-)

HAARISTA FAZIT

Sowohl im Sommer als auch im Winter gibt es einige Dinge zu beachten, um deine Perücke langfristig zu pflegen. Wie oft du deine Haare mit Conditioner, Maske oder Öl pflegst, kommt zum einen darauf an, wie oft du deine Perücke trägst, ob die sie beispielsweise auch beim Sport trägst und wie das Haar auf den Mix aus all den in diesem Beitrag aufgearbeiteten Faktoren reagiert. 

Allgemein ist es natürlich so, dass die Qualität des Haares eine Rolle spielt und mit darüber entscheidet, wie schnell sich Knoten bilden können. Allerdings ist es auch so, dass selbst bei der hochwertigsten Perücke Knoten entstehen, wenn es zu Reibung an den oben aufgezählten Materialien kommt. Das das ein natürlicher Prozess ist, den man mit einer Perücke nicht umgehen kann, sieht man schon daran, dass das Knötchen-Problem im Nacken nicht nur uns PerückenträgerInnen vorbehalten ist, sondern auch bei all denen auftritt, die mit Eigenhaar durch den Winter gehen. 

Bitte beachte auch, dass es sich bei einer Echthaarperücke um ein Produkt aus natürlichen Materialien handelt. Wir geben dir gerne einen grundsätzlichen Leitfaden an die Hand, aber was genau die Haare wann brauchen, ist wie bei Eigenhaar ein kleiner Lernprozess. Du groovst dich mit deiner Perücke ein, wie du es früher mit deinem Eigenhaar getan hast. Da hast du wahrscheinlich auch generelle Empfehlungen bekommen, das ein oder andere Pflegeprodukt ausprobiert und am Ende deinen ganz eigenen Rhythmus gefunden und damit das beste Ergebnis erzielt. 

Wir hoffen das du mit unseren Tipps etwas leichter durch den Winter kommst und länger Freude an deiner HAARISTA Perücke hast.



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